Michèle Anne De Mey und Thierry De Mey starten Pina Bausch Professur 2026|27 an Folkwang Universität der Künste

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02. Oktober 2026

Der Folkwang Universität der Künste ist es gelungen, die Tänzerin und Choreographin Michèle Anne De Mey und den Komponisten, Filmemacher und Künstler Thierry De Mey für die Pina Bausch Professur 2026|27 zu gewinnen. Die renommierten und interdisziplinär tätigen Künstler*innenpersönlichkeiten starten ihre gemeinsame Arbeit mit ihrem Living Lab FRAMES am Campus Essen-Werden der Folkwang Universität der Künste mit gut 20 internationalen Folkwang Studierenden.

Die beiden Künstler*innen stehen für ein genreübergreifendes und international viel beachtetes künstlerisches Schaffen in den Bereichen Choreographie, Musik und Film. Neben zahlreichen Kollaborationen unter anderem mit Choreographin Anne Teresa De Keersmaeker, Filmemacher Jaco Van Dormael, Regisseur Robert Wilson, Choreograph William Forsythe sowie mit Institutionen wie Charleroi Danses, dem choreographischen Zentrum der Föderation Wallonie-Brüssel, und dem Pariser Institut de recherche et coordination acoustique/musique (IRCAM) blicken sie auch als Geschwisterpaar auf eine erfolgreiche wie künstlerisch vielschichtige gemeinsame Zusammenarbeit zurück. 
Nach ihrer Tätigkeit für das Folkwang Tanzstudio im Jahr 2005 sind Michèle Anne De Mey und Thierry De Mey mit dieser Gastprofessur nach über 20 Jahren nun erstmals wieder an der Folkwang Universität der Künste präsent.

Im Rahmen der Pina Bausch Professur 2026|27 starten sie die Arbeit mit gut 20 Folkwang Studierenden aus allen Studienbereichen am Folkwang Campus Essen-Werden. In der Verbindung von Choreographie, Musik, bildender Kunst und Performance wird dabei ein besonderer Fokus auf die Auseinandersetzung mit Grenzen, Perspektiven und zeitlichen Strukturen gelegt. Über eine interdisziplinäre künstlerische Praxis nähern sich die Teilnehmenden Fragen an wie: Was definiert einen Rahmen? Wie beeinflusst die Rahmung Bewegung, Wahrnehmung und Bedeutung? Was bleibt außerhalb des Rahmens? Wie entstehen Verbindungen?

Von September 2026 bis Juni 2027 wird es insgesamt drei intensive Workshop-Phasen mit allen Beteiligten geben. Als öffentlicher Höhepunkt und Abschluss ist für den 24. Juni 2027 eine Aufführung im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Folkwang Universität der Künste zu ihrem 100-jährigen Bestehen geplant.

Die Pina Bausch Professur schafft die Möglichkeit, international herausragende Künstler*innen aus allen Disziplinen als Gastprofessor*innen an die Folkwang Universität der Künste zu berufen. Hier können sie gemeinsam mit den Studierenden neue Arbeitsweisen entwickeln sowie ein alle Grenzen überschreitendes Denken und Forschen umsetzen. 
Zum Wintersemester 2022|23 hatte die Folkwang Universität der Künste die Pina Bausch Professur eingerichtet – benannt nach der weltberühmten Folkwang Alumna Pina Bausch und in Zusammenarbeit mit der Pina Bausch Foundation. Den furiosen Auftakt machte Marina Abramović mit dem „Free Interdisciplinary Performance Lab“, an dem 24 Folkwang Studierende beteiligt waren, und der gemeinsamen Abschlusspräsentation sowie Publikation „54 Hours“. Im Sommersemester 2025 schuf Performance-Künstler und Bildhauer Miles Greenberg mit seinem Workshop „Black Ritual and Durational Action“ einen besonderen Arbeits- und Denkraum für die Auseinandersetzung mit Kunst. 15 internationale Folkwang Studierende aus allen künstlerisch-wissenschaftlichen Disziplinen präsentierten ihre Arbeiten in der Ausstellung „Restless Sanctuaries“. Für das Akademische Jahr 2025|26 war die international gefeierte Künstlerin Meredith Monk Gastprofessorin an Folkwang mit ihrem Kurs „Dancing Voice/Singing Body“. Sie arbeitete mit 24 internationalen Studierenden aller Disziplinen der Folkwang Universität der Künste.

Die Pina Bausch Professur wird ermöglicht vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen gibt es hier.