Seelenworte* aus der Feder der Schamanin des Wortes

Lichtworte durch Dunkelheiten • Wolkenworte • Trostworte zwischen Liebe und Abschied • Seelenworte

Nachdem ich ca. 20 Jahre lang eifrig alles geschrieben habe, was mir wichtig war - Gedichte, Geschichten, Rezensionen, Reden, Sachtexte uvm. - wurde mir die immerhin selbstgezimmerte Schublade "wortschaffende Künstlerin" viel zu eng.
Ebenso wie sich meine literarischen und lyrischen Arbeiten veränderten, was sich etwa in den „Medizinrad-Meditationen“ (Unterseite "Medizin"), den „Krafttier-Gebeten“ oder den Göttinnengebeten wie der „Drachenfrau“ ausdrückt, veränderte sich auch mein Bild dessen, was ich mit meinem Schreiben erreichen möchte.
Grundsätzlich ist Schreiben, sofern es nicht Selbstbeweihräucherung, Tagebuch oder Schnulz sein soll, immer auch eine Transformation vom persönlich Erfahrenen und Begriffenen in eine für viele verständliche und so ebenfalls begreifbare Erfahrung, ausgedrückt in Symbolen und Geschichten. Und nachdem ich über Liebe, Tod, Verlust und Freude viel und sehr Unterschiedliches geschrieben habe, habe ich während meiner schamanischen Ausbildung erkannt, wie ich mit meiner Wortarbeit eine tiefere Dimension erreichen kann.

Schamanismus ist der älteste Weg des Menschen, sein Dasein auf dieser Welt zu erklären. Er ist die spirituelle Wiege der Menschheit, deren Spuren Völkerkundler bis zu 40.000 Jahre zurückverfolgen können und dient allen bekannten Religionen als Grundlage. Im Gegensatz zur Religion, die einen Glaubensakt erfordert, ist der Schamanismus eine Methodik, mit der wir unsere spirituelle Autorität (wieder-)erlangen. Schamanisches Arbeiten gibt uns Hilfsmittel wie die Trommeltrancereise an die Hand und das dabei Erlebte gehört fortan zu unserem Erfahrungsschatz. Schamanismus macht uns also die Sprache und das Wissen unserer Seele zugänglich. So ist er wohl der direkteste Weg, das individuelle Eingebundensein in die Kräfte des Universums zu spüren. Ohne Dogmen, Vorschriften und Glaubensbekenntnisse.

Schamanismus ist auch das älteste Heilsystem der Erde. Der Schamane ist der Archetyp des Schöpfers, Gestalters, Wandlers, Lehrers und Heilers, der Seelenarbeit verrichtet, wobei sich sein Betätigungsfeld nach seinen individuellen Gaben und Fertigkeiten richtet.
Und das schamanische Weltbild folgt 7 aufeinander aufbauenden Grundsätzen, deren machtvolle Wirklichkeit auch ich erfahren durfte und die sogar unsere Wissenschaft allmählich erkennt:

1. Alles hängt zusammen.
2. Alles kann beeinflußt werden.
3. Alles ist möglich.
4. Alles lebt und alles hat ein Bewußtsein.
5. Alle Zeit ist jetzt.
6. Die beste Motivation ist die Liebe.
7. Wir sind eins.

Seit die Quantenmechanik diese alten schamanischen Weisheiten bestätigt, läßt sich auch der westlich-wissenschaftsgläubige Mensch eher auf ein solches Weltbild ein. Hervorragend allgemeinverständlich ausgedrückt beschreiben dies etwa Gregg Braden (Im Einklang mit der göttlichen Matrix - wie wir mit allem verbunden sind u.a.), Lynne Mc Taggart (Das Nullpunkt-Feld, Intention), Axel Brück (Die Anderswelt-Reise) u.a.
Die jahrtausendealten indischen Veden berichten schon von einem das Universum verbindende Gewebe der Indra - wie auch die Schöpfungsmythen der Indianer, bei denen die „Spinnenfrau“ zu Werke ging. In der Welt der Quantentheorie heißt es das heute z.B. "Feld", "bewußtes Universum" oder "göttliche Matrix".
Inspiration - Berührung des Geistes - ist schamanische Verbindung mit dem "Geist", mit allem, was ist, mit der Weisheit des Universums. Als schreibender Mensch erschaffe ich mit ihrer Hilfe nicht nur Personen und Umstände, sondern zeige vor allem Wege der Transformation von Erfahrungen auf. Wie eine Weberin am kosmischen Webstuhl lasse ich so heilendes Gewebe unter meinen Händen wachsen. So ist auch eins meiner "Gebete an alte Göttinnen" eben jener Spinnenfrau gewidmet, der Schöpfungskraft, die in uns steckt, die wir im Alltag jedoch häufig übersehen.

Das Erzählen von heilenden Geschichten, das Segnen wie auch das Gebet sind uralte schamanische Techniken, derer ich mich meinem Talent entsprechend bediene.
Auch mache ich mir die spirituelle Dimension von Labyrinthen zunutze, indem ich Labyrinthgebete schaffe. Mit meinen Ritualtexten gebe ich anderen ein Instrument in die Hand, um den eigenen Garten der friedfertigen Gedanken bestellen zu können.

Auf den Schwingen von Phantasie und Lebenserfahrung suche ich nach Antworten. Daraus schmiede ich meine Texte, damit auch andere in ihnen ein Stück Frieden finden können. Ich arbeite viel an Trauer- und Trostworten (Unterseite "Lichtworte"), weil dieses Tabu noch viel zu mächtig ist in unserer Lebenswelt. Außerdem widme ich mich verstärkt meditativen Gebeten, Heilpflanzen-, Runen-, Krafttier- oder anderen Meditationen.
Neue Formen im Vortrag wie auch der Konzeption von Veranstaltungen, Hörbüchern etc. tragen dazu bei, tiefere Schichten von Verständnis und Gefühl, Mitgefühl, Bewußtsein und Harmonie zu erreichen und Erfahrung in Weisheit zu verwandeln.

Meine schamanische Ausbildung dauert ein Leben lang, doch gemäß meiner wortreichen Begabung wurde ich zur Schamanin des Wortes und einer Heilerin im Gedicht. Mein Weg ist ein Heilweg, und meine Gaben zeigen mir meine Aufgaben.
Ein Beispiel ist das als Hörbuch gestaltete Lebenslied von Liebe und Abschied, mit dem sich Trauer nicht nur intensiv erleben, sondern das auch Heilung dieses Schmerzes geschehen läßt, weil ich neue Hoffnung hineinwebe.

* Ich nutze die Vielfalt der alten, nicht reformierten Rechtschreibung - also das Recht auf Mutter Sprache.

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