Unterricht der Teezeremonie

Mit den buddhistischen Zen-Mönchen kam um 700 n.Chr. der Tee von China nach Japan. Anfangs wurde Tee nur zu medizinischen Zwecken getrunken. Im 12. Jahrhundert wurde es zur Gewohnheit, im Alltag Tee zu trinken. Im 16. Jahrhundert wurde dann die zeremonielle Form des Tee-Trinkens zu höchster Ästhetik entwickelt. Bis heute haben diese Regeln der Teezeremonie ihre Gültigkeit.

Die japanische Teemeisterin Hiroyo Nakamoto, ausgebildet an der Ueda-Schule in Hiroshima, gibt im original japanisch gestalteten Teehaus im Stadtpark in Hannover Unterricht in der Teezeremonie. Sie ist als offizielle Kulturbotschafterin der Stadt Hiroshima in Hannover tätig. An mehreren Tagen der Woche unterrichtet Frau Nakamoto ihre Schüler in der hohen Kunst der Teezeremonie.

Anfangs werden Grundformen der Teezubereitung vermittelt. Das Benutzen des japanischen Teegartens und das Schnitzen eines Teelöffels, die Sommerzeremonie und im Winter die Ascheform auf dem Holzkohleherd, sind Bestandteile des Unterrichts.

Zwei bis drei mal im Jahr findet eine gemeinsame Teezeremonie (jap. Chaji, mit japanischem Essen und Sake) mit Schülern und angemeldeten Gästen statt. Die Schüler lernen, in den Bewegungen der Teezubereitung eine innere Schönheit erkennen zu lassen. Die gesamte Zeremonie ist ruhig und auf das Wesentliche beschränkt.

Um Interessierten einen Zugang zur Teezeremonie zu geben, werden jährlich mehrere Tage der offenen Tür durchgeführt. Weitere öffentliche Veranstaltungen finden zum Kirschblütenfest im Frühjahr und zum Hiroshima-Gedenktag im Herbst statt.