Soko Ueda

Soko Ueda wurde zuerst "Sataro", später "Shigeyasu", genannt. Während seines Zen-Studiums beim Hohepriester des Tempels Daitoku nannte er sich "Soko Zesai Chikuin". Im Jahre 1585 wurde er in die Dienste Toyotomi Hideyoshis einberufen, nahe der Stadt Echizen.

In der Kunst der Teezeremonie war er zunächst von Rikyu Sen, später von Oribe Furuta unterwiesen worden und entwickelte zusammen mit den Teemeistern Enschu Kobori und Sekishu Katagiri die Teezeremonie des Samurais zur Vollendung.

Als Samurai und Teemeister stand Soko so hoch in der Gunst des japanischen Feldherrn und Politikers Toyotomi Hideyoshi (1537-1598), dass dieser sogar hin und wieder Teezeremonien in Sokos Villa veranstaltete. Zu Gast bei Sokos Teezeremonien sah man auch Ieyasu Tokugawa, Hidetada Tokugawa, Yusai Hosokawa und andere führende Persönlichkeiten der damaligen Militärregierung.

Später wurde Soko Ehrengast im Hause Hachisuka in Awa, wo er als Teemeister und als Architekt für Gärten und Teepavillons wirkte. Nach diesen drei Jahren in Tokugawa zog er auf eine Bitte von Yoshinaga Asano nach Kishu. Als im Jahre 1619 Nagaakira Asano nach Geishu entsandt wurde, zog auch Soko wieder nach Hiroshima, wo er im Bezirk Sasei-Gun der Provinz Geishu den Hofkanzlertitel Kokuro, sowie ein Teemeistergehalt von Siebentausend Koku erhielt.

Für seinen Lebensabend baute er sich im Dorf Asahara ein Haus im Stile eines Teepavillons, in dem er unter steter weiterer Ausübung der Teezeremonie ein ruhiges und beschauliches Leben führte.