Porträt Zeichnen oder Malen

Der Kopf - das Gesicht als Ganzes, die Augen, Nase, Ohren selber Zeichnen.

Kopfbild


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Ein Porträt oder Selbstporträt Zeichnen oder Malen   

Proportionen des GesichtsDas Porträt ist eines der am häufigsten gemalten oder gezeichneten Motive in der bildenden Kunst. Hier geben wir Ihnen einige Ratschläge, wie Sie ein Porträt selber Zeichnen oder Malen können. Dabei stellen wir Ihnen den Schädel als Ganzes vor, und das Gesicht mit seinen Merkmalen: Augen, Nase, Mund und den Ohren. Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, je ein gezeichnetes und ein mit Aquarellfarben gemaltes Beispiel der Wiedergabe des menschlichen Gesichts als Anschauungsmaterial zur Verfügung zu stellen. Zum Einen liegt es daran, dass diese Techniken die am häufigsten angewandten künstlerischen Techniken überhaupt sind. Zum Anderen können diese Techniken - je für sich - ausgezeichnet aufzeigen, worauf bei der Porträtgestaltung geachtet werden sollte.
Das gemalte Porträt zeigt die Flächigkeit des Gesichtes mit seinen Höhen und Tiefen. Es ermöglicht zu erkennen, wie die Flächen des Gesichts ineinander greifen. Das gezeichnete Porträt betont die Linien und Exaktheit der Darstellung.

Mit Aquarellfarben gemaltes Porträt       Gezeichnetes Porträt                               

flächig gemaltes Porträt, Aquarellmalerei     gezeichnetes Porträt

Das Gesicht und seine Details

Um ein Selbstporträt oder ein Porträt selber zu zeichnen ist es notwendig, die gesamte Form, das Gesicht mit seinem Ausdruck und seinen Eigenheiten auch das Wesen der Person widerzuspiegeln. Ein forscher Menschentyp darf in einem Porträt nicht wie ein schüchternes Mäuschen wirken. Dabei werden die Details des Gesichtes nicht wie in einem Mosaik zusammen gefügt, sondern bilden eine Einheit. Deshalb ist es notwendig, die zu porträtierende Person, auch mit veränderter Mimik zu betrachten. Mimikfalten (Lachfalten usw.) können so besser und differenzierter betrachtet und in die Zeichnung übertragen werden.

Selber Zeichnen, erste Schritte

Gesamtansicht mit ProportionenAls erste Arbeitsschritte stehen grobe Umrisse, Proportionen und Andeutungen der Details im Vordergrund, die in späteren Arbeitsschritten mit Stiften oder Farben weiter gezeichnet oder ausgemalt werden.

Dazu legen Sie zunächst die Kopfform mit weichen Linien an und zeichnen die Proportionen des Gesichts ein.
Die ungefähren Abstände und Größenverhältnisse können Sie der Schemazeichnung links entnehmen.  Ungefähr bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die zu porträtierende Person natürlich von den Gesichtsmerkmalen ganz anders strukturiert sein kann, aber im Groben wird es sicher in den meisten Fällen passen.
Diese Merkmale werden  zunächst mit zarten Strichen angedeutet: Augen, Mund, Nase (eventuell mit Brille), möglicherweise den Bart, die Ohren wenn sie im Bild zu sehen sein werden.
Zumeist wird die porträtierte Person so gezeichnet, dass ein Teil der Kleidung im Ansatz zu sehen ist. Beispielsweise ein Kragen. Dieser wird ebenfalls schon leicht eingezeichnet.
Diese Details werden immer mehr herausgearbeitet, ohne dass jetzt schon eine Stofflichkeit in der Zeichnung betont wird. In den nächsten Schritten werden diese Details - immer im Ganzen - weiter herausgehoben.
Also nicht etwa ein Detail wie z.B. die Nase exakt ausarbeiten und den Rest auf später verschieben. Nur im Zusammenspiel der einzelnen Formen können Sie ein stimmiges Porträt erstellen.
Wenn Sie soweit zufrieden sind, dass Sie eine Ähnlichkeit der zu porträtierenden Person erkennen, dann vertiefen Sie die Zeichnung, indem Sie die Schatten setzen und die tiefer liegenden Stellen mit einer feinen Kreuzschraffur verschatten. Jetzt können Sie auch die Stofflichkeit oder Textur der einzelnen Details herausarbeiten: den Bart verdichten, etwa, Augenbrauen nach der Wuchsrichtung der Haare ausdifferenzieren, Augenfarbe und Lichtreflexe in die Augen setzen, den Faltenwurf in der Kleidung herausarbeiten usw.

Ein Porträt ist nicht nur ein Gesicht, sondern es verlangt danach, die persönlichen Merkmale einer Person wie Narben, Muttermale, Hautunebenheiten oder -unreinheiten in das Bild einfließen zu lassen. Zeichnen Sie diese speziellen Eigenheiten erst ganz zum Schluss in Ihr Bild.
Ganz entschieden an Qualität gewinnt ein Porträt, wenn die Persönlichkeit des Porträtierten in dem Bild zum Ausdruck gebracht werden kann.

gezeichnetes AugeSo wichtig wie ein anatomisch richtig gezeichnetes Augenpaar ist es, den Blick der porträtierten Person im Bild einzufangen. Es ist nicht ausreichend, lediglich die Augen realistisch zu zeichnen oder zu malen - im Blick einer Person ist das gesamte Wesen des Menschen gebunden.
Dieses verlangt einiges an Erfahrung und technischem Können von der Künstlerin oder vom Künstler. Auf unserer Detailseite: Augen zeichnen erfahren Sie wie Sie Augen zeichnen oder malen lernen. Das Auge gilt als der Spiegel der Seele.
Mit dem richtigen Ausdruck in der Zeichnung können Sie mehr gewinnen, als Sie mit nicht so vollkommen gemalten Details verlieren können.

gezeichneter MundDer Mund kann in einem Porträt auf unterschiedliche Weise dargestellt werden: zusammen gekniffen, geschürzte oder gekräuselte Lippen, geschlossen oder geöffnet. Der Mund zeigt viel über die augenblickliche Stimmung des porträtierten. Der Künstler wird sich in den meisten Fällen mit dem Modell darüber abstimmen, ob der porträtierte mit lächelndem Mund oder z.B. mit geringschätzig heruntergezogenen Mundwinkeln abgebildet werden soll.
Auf unserer Detailseite: Einen Mund zeichnen erfahren Sie wie Sie einen Mund zeichnen lernen. Der Mund ist der Stimmungsträger des Bildes. Mit der richtigen Stimmung in der Zeichnung können Sie - oder der Porträtierte - das Bild dauerhaft mit Freude ansehen.

gezeichnetes OhrDie Ohren bekommen in Zeichnungen von Gesichtern selten die ihnen zustehende Aufmerksamkeit. Häufig werden Ohren hinter Haaren verborgen - selbst wenn die Frisur bei einem Porträt keinen Anlass zu dieser Darstellung gibt. Das Ohr kann in seinem Erscheinungsbild sehr individuell ausgeprägt sein. Selbst bei einem Menschen unterscheidet sich ein Ohr sehr häufig von seinem Pendant.
Auf unserer Detailseite: Ohren zeichnen erfahren Sie wie Sie Ohren zeichnen lernen können. Die Ohren mit ihrer oftmals eigenwilligen Form können einer Porträtzeichnung die Individualität der porträtierten Person vermitteln.

gezeichnete NaseDie Nase hat eine prominente Stellung im Gesicht, sie ist das zentrale Sinnesorgan. Aus diesem Grunde wird sie auch beim Gegenüber bevorzugt wahrgenommen. In Porträtzeichnungen wird die Nase deshalb auch häufig besonders ausgearbeitet. Das ist leider nicht immer zum Vorteil des Porträts - so entsteht leicht der Eindruck einer Karikatur.
Ein Modell, das ein Porträt in Auftrag gibt, ist nicht immer mit der Entwicklung zur Karikatur einverstanden.
Auf unserer Detailseite: eine Nase zeichnen erfahren Sie wie Sie eine Nase zeichnen können, ohne mit dem Auftraggeber eines Porträts Konflikte lösen zu müssen.

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