Perspektive richtig zeichnen

Die Regeln der Perspektive, die Erarbeitung eines "perspektivischen Gefühls"

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                   Grundregeln der Perspektive.

Mit dem perspektivischen Zeichnen kann die Dreidimensionalität auf einer zweidimensionalen Fläche realistisch dargestellt werden.

Für einen Künstler ist die Darstellung perspektivisch korrekter Zeichnungen ein unverzichtbares Instrument, um Vorhaben (z.B. in Modellzeichnungen) anschaulich darstellen zu können.

Bezugspunkte der Perspektive in Zeichnungen sind die Horizontlinie und zumindest ein Fluchtpunkt.

Der Zeichner erkennt: ein Gegenstand wird mit zunehmender Entfernung scheinbar kleiner, Räume werden scheinbar enger, die gedachten Linien treffen sich im Fluchtpunkt.

Um dieses beim Zeichnen korrekt wieder zu geben, muss der Künstler die Grundregeln der Perspektive beachten.

Diese Regeln vereinfacht dargestellt: Grundregeln der Perspektive Grundregeln der Perspektive

  • Alle Senkrechten in den tatsächlichen Formen bleiben auch senkrecht in der Zeichnung. /p>

  • Alle waagerechten parallelen Linien in den tatsächlichen Formen verlaufen in der Zeichnung zu den Fluchtpunkten auf der Horizontlinie.

  • Die Linien, die in der Abbildungsebene liegen, erscheinen im Verhältnis in exakter Länge, die Linien, die hinter der Abbildungsebene angeordnet sind, erscheinen in verkürzter Länge, die Linien, die vor der Abbildungsebene liegen erscheinen verlängert.



Perspektive: Würfel

Würfel in einer leichten Vogelperspektive mit frei gewählten Fluchtpunkten auf der Horizontlinie und frei gewählten Betrachtungswinkeln. An diesem Perspektiv-Modell sind die Grundregeln der Perspektive erkennbar.


Vogelperspektive   Normalperspektive   Froschperspektive Quaderperspektive

Vogelperspektive          Normalperspektive          Froschperspektive          Quaderperspektive/p>

Das Beispiel der Quaderperspektive ist so aufgebaut, dass 4 Ebenen in verschiedenen Höhen einzusehen sind. Die unteren beiden Ebenen sind in leichter Draufsicht - also in einer gemäßigten Vogelperspektive zu sehen. Die beiden oberen Flächen sind von Unten - also in einer gemäßigten Froschperspektive zu sehen. Liegen die Flächen also über der Augenhöhe des Betrachters, sind die die Flächen von unten zu erkennen. Liegen die Flächen also in einer Ebene unterhalb der Augenhöhe des Betrachters, sind die die Flächen von oben zu erkennen. Wenn die Flächen genau in Augenhöhe liegen, dann kann man die "Kante" der Fläche sehen.

Die Konstruktion der Perspektive am Beispiel eines Zauns:

Der erste Zaunpfahl wird als Senkrechte eingesetzt. Danach werden Hilfslinien von den obersten und Perspektive: Zaun untersten Punkten des Pfahls zum Fluchtpunkt am Horizont gezogen. Mit den Hilfslinien werden die Pfähle in der Höhe begrenzt. Um die Abstände der Zaunpfähle ermitteln zu können, werden nun eine weitere Hilfslinie in der Mitte des ersten Zaunpfahls gezogen, diese Hilfslinie endet ebenfalls im Fluchtpunkt. Nun wird der zweite Zaunpfahl eingezeichnet. Dabei wird eine schräge Linie vom oberen Punkt des ersten Pfahls durch den Mittelpunkt der zweiten bis zur unteren Hilfslinie eingezeichnet. Der Endpunkt dieser Linie markiert die Position des nächsten Pfahls. Nach diesem Prinzip werden jetzt weitere Pfeiler eingezeichnet.

Die Konstruktion der Perspektive am Beispiel von Bahngleisen:

Das Zeichnen von Bahngleisen wird nach dem selben Prinzip wie beim Zaun vorgenommen. Bei den Gleisen ist jedoch Perspektive von Bahngleisen die Waagerechte entscheidend. Es wird also von der Mitte der ersten Waagerechten eine Senkrechte bis zum Horizont gezogen, diese Linie markiert den Augenpunkt und zugleich den Fluchtpunkt. Die Hilfslinien werden von den beiden Enden der Waagerechten gezeichnet, die Hilfslinien treffen sich im Augenpunkt. Die zweite Waagerechte wird gezeichnet, und ein Endpunkt der ersten Waagerechten mit dem Mittelpunkt der zweiten verbunden, und zumindest bis zur Hilfslinie weiter gezogen. Der Kreuzpunkt der Linien ist dann wieder der Ausgangspunkt für die nächste Waagerechte. Auch hier werden dann so viel Waagerechte Linien gezogen wie gewünscht.

Die Luftperspektive:

Die Luftperspektive ist für die schwarz-weiße Konstruktionszeichnung nicht relevant, für die Malerei aber von eminenter Wichtigkeit. Diese Perspektive ist nicht linear zu erfassen, sondern bezieht sich auf die Zusammensetzung der Luft in verschiedenen Schichten und vom Abstand des Betrachters zum Objekt.
Die Luft besteht aus Molekülen, die bestimmte Farben reflektieren. Die Reflektion ist abhängig von diversen Faktoren: Tageszeit, Feuchtigkeit, Staub, Hoch- oder Tiefdruck und weitere Faktoren bestimmen die Lichtqualität. Die Auswirkungen sind leicht zu Beobachten. An einem klaren und sonnigen Tag scheint die Luftfarbe Blau, an einem bewölkten Tag Grau. Zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang wird ein hoher Rotanteil im Licht reflektiert. Luftperspektive bedeutet, dass ein weit entferntes Objekt mehr von dieser Luftfarbe enthält. Aus diesem Grund erscheinen Berge, die weit entfernt sind, an einem sonnigen Tag Blau, an einem diesigen Tag Grau. Ein weiterer Effekt ist, dass weit entfernte Berge an einem Tag sehr nah erscheinen können, und am nächsten Tag sehr weit entfernt.

Luftperspektive

Luftperspektive: Radolfzell am Bodensee, die grünen Berge am gegenüber liegenden Ufer erscheinen  Blau-Grau

Wenn Sie sich den Horizont betrachten, werden Sie feststellen, dass die weit entfernten Berge, Bäume, Schiffe etc. wie mit einer lasierenden Farbe überzogen wirken. Die Farben können grauer, heller, klarer oder gebrochener wirken. Luft ist - besonders im Binnenland - selten sauber. Feine Staubpartikel trüben die Reinheit, Wasserdampf bricht das Licht wie Prismen. Dazu kommen Effekte, die durch Luftschichten unterschiedlicher Reinheit, Temperatur oder Luftfeuchte entstehen, und auch die Bewegung dieser Luftschichten spielt eine bedeutende Rolle für diese Schlieren- und und Streueffekte.
Diese unterschiedlichen Zusammensetzungen der Luft (insbesondere der Luftschichten) führen dazu, dass der Kontrast in Relation zur Entfernung abnimmt. Das bedeutet, dass weit entfernte Gegenstände unscharf und konturlos erscheinen können. Da die Luft nicht für alle Farben gleich transparent ist, werden die Rotanteile des Lichts stärker absorbiert als die Blauanteile. Diese Effekte sind stark abhängig von dem Zusammenspiel der einzelnen Luftkomponenten. Aus diesem Grunde können auch "einzigartige" Lichtverhältnisse entstehen, die so an diesem Ort nie wieder vorkommen werden. Auf der anderen Seite bedeutet das auch, das für ein bestimmtes Licht nicht an jedem Ort die notwendigen Voraussetzungen bestehen. In Europa ist das reinste Licht auf den Kykladen zu finden, einer Inselgruppe Griechenlands. Auf diesen Inseln werden die traditionell weiß gekalkten Häuser von der Luft mit einem strahlenden Blau in Szene gesetzt.

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