Kunstgemälde auf eigenständigen Bildträgern wie Holztafeln oder in der Folge Leinwand, entwickelten sich erst im Mittelalter.
Europa
Malerei in Europa war bis ins Mittelalter, fast ausschließlich religiös geprägt.
Kunstmalerei finden wir hauptsächlich als Ausmalung von Kirchen und Klöstern sowie deren Altarbildern.
Porträt, Landschaften, Alltagsszenen und Stillleben kamen im Mittelalter und Renaissance als Kunstgemälde erst sehr spät hinzu.
Entwicklung der Malerei
Eine bedeutsame Entwicklung nahm die Kunstmalerei in der Renaissance mit der Weiterentwicklung der Techniken der Ölmalerei,
bei der Betonung individueller Charaktere in der Menschendarstellung, der Hinwendung zur Zentralperspektive, sowie der Darstellung allegorischer Motive
der Antike.
Um 1390-1441 schuf Jan van Eyck erstmals selbständige Bildnisse und Porträts; 1493 malte Albrecht Dürer (1471-1528)
das erste bekannte autonome Selbstbildnis.
Die italienische Malerei der Hochrenaissance brachte bedeutende realistische Werke der Maler Leonardo da Vinci
(1452-1519), Michelangelo (1475-1564), Raffael (1483-1520) und Tizian (1477-1576) hervor, die in
Perspektive, Form, Farbe, Ausdruckskraft und malerischer Brillanz beispielgebend sind und die Kunstmalerei Europas bis heute nachhaltig beeinflusst haben.
Ab dem 17. Jahrhundert wurden insbesondere in den Niederlanden die Gestaltung von Stillleben populär: Jan Vermeer (1632-1675) war
zur selben Zeit ein Meister der Vedutenmalerei. Der Barockmaler Rembrandt (1606-1669) führte seine bis heute als unübertroffen geltende,
in Ausdrucksform, Lichtsetzung und Farbdramaturgie einzigartige Bildgestaltung ein.
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