Keilrahmen selber machen und spannen

Keilrahmen richtig zusammenbauen und Leinwandbilder gestalten, Ölmalerei oder Acrylmalerei.

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 Keilrahmen selber bauen, Schritt für Schritt

Um Bilder auf Leinwand zu Malen sind Keilrahmen obligatorisch.

Es gibt zwar auch die Möglichkeit, feste Malgründe mit Leinwandstruktur - und auch mit echter Leinwand bezogen - zu kaufen, aber die Malerei auf einer schwingenden, nachgebenden Malfläche lässt einen "großzügigen" Malstil eher zu.

 Sie können fertig bespannte Keilrahmen kaufen, oder Leisten kaufen, diese mit den dazugehörenden Keilen zu einer Konstruktion zusammenfügen. Diese werden anschließend mit Leinwand bezogen, der Rahmen mit den dazugehörenden Keilen auf Spannung gebracht - damit Sie dann auf diesem Bildträger Ihre eigenen Bilder malen können.

Leisten, die Sie benötigen um stabile Keilrahmen-Konstruktionen herstellen zu können gibt es in unterschiedlichen Längen und Stärken. Bei Bildern die über die Maße von 60 x 80 cm hinausgehen, wird empfohlen, eine Konstruktion aus 6 Leisten zu verwenden. Wobei 2 Leisten ein Kreuz in der Mitte des Rahmens bilden. Eine Konstruktion dieser Art verleiht dem Bild eine höhere Stabilität und sichert es dagegen, sich bei einem Wechsel der Raumtemperatur oder der Luftfeuchte zu verziehen.

Bei den Materialien für Keilrahmen gibt es große Qualitäts-Unterschiede. Tipp: Achten Sie auf die Qualität des Holzes. Leisten, die Sie beim Schreiner oder in Spezialwerkstätten für Rahmen beziehen können, die sind in der Regel fachmännisch getrocknete Brettqualität aus Fichtenholz oder Tanne. Rahmen aus solchem Holz bieten Ihnen ein hohes Maß an Sicherheit gegen ein nachträgliches Verziehen des Rahmens, und für Passgenauigkeit der Schenkel des Rahmens.

Hier lernen Sie, einen Keilrahmen zusammensetzen, und mit Leinwand beziehen.

Anleitung: Keilrahmen zusammensetzen.

Keilrahmen Eck-Konstruktion mit 2 KeilenKeilrahmen mit Mittelkreuz bereit zum bespannen1. Schritt: Zusammensetzen eines Keilrahmens aus Leisten.
Wir verwenden hier eine Konstruktion aus 6 Leisten. Die Leisten sollten nicht verdreht oder verzogen sein. Sie sind auf Gehrung gesägt und mit Schlitzen an den innen liegenden Seiten versehen. Die Leisten sind zudem mit Nut, Feder versehen, mit denen die Leisten zu einem stabilen Rahmen zusammengesteckt werden. Da wir hier einen Keilrahmen mit Mittelkreuz zusammensetzen, besitzen die Leisten des Rahmens auch in der Mitte eine Nut. In diese werden die Leisten Längs- und Querverbindung per Feder der entsprechend langen Leiste eingeführt.
Abbildungen: Aufbau eines Keilrahmens aus 6 Leisten und Eckverbindungen.

2. Schritt: Mit Leinwand beziehen.
Sind die Leisten zu einem Rahmen mit Mittelstegen zusammengefügt, kann der Rahmen mit Leinwand bezogen werden. Dazu wird die Leinwand auf einer ebenen und sauberen Fläche auf dem Boden ausgebreitet und der Rahmen so darauf platziert, dass die Leinwand zurecht geschnitten werden kann. Sie legen den Rahmen so an den Rand der Leinwand, dass auf 2 Seiten ca. 3-5 cm (je nach Format und Stärke des Rahmens) des Tuchs herausstehen. Auf die gleiche Länge bringen Sie das Maltuch an den beiden anderen Seiten.
Zeim Beziehen des Rahmens sollten Sie die Leinwand mit einem Wassersprüher leicht anfeuchten, dann spannt sich die Leinwand straff auf den Rahmen.
Beim Beziehen der Leinwand beginnen Sie an den Mitten der Leisten. Die Leinwand wird dabei mit einem Tacker fixiert. Sie befestigen dazu zunächst auf einer Längsseite 3 Punkte straff horizontal, und dann auf der gegenüber liegenden Seite mit Zug zur 1. Seite entsprechend. Die beiden Querseiten werden entsprechend fixiert. Jetzt spannen Sie die Leinwand gleichmäßig Schritt für Schritt gegen die gegenüber liegenden Seiten bis die Leinwand vollständig und straff auf dem Rahmen befestigt ist. Vorsicht: Vermeiden Sie über die Eckverbindungen des Rahmens zu tackern - dort wird der Rahmen beim späteren Nachspannen mit Keilen leicht auseinander getrieben.

den Keilrahmen spannenvorsichtig die Keile in die Schlitze treiben3. Schritt: Mit Keilen Nachspannen.
Eigentlich wird die Rahmenkonstruktion erst jetzt zum Keilrahmen. Denn jetzt werden die Keile in die Schlitze eingeführt und zunächst einmal nur leicht hinein gedrückt. Sind alle Keile an ihrer Position, werden sie diagonal über Kreuz mit einem Hammer leicht getrieben. Bitte niemals mit Kraftaufwand die Keile einschlagen. Eine Ecke könnte abplatzen oder der gesamte Rahmen sich verziehen. Wenn Sie die Keile in den Rahmen treiben, legen Sie ein Stück Pappe unter die Keile, damit der Hammer nicht auf der Leinwand schleift.
Beginnen Sie zuerst die Ecke rechts oben, dann links unten und so weiter. Dabei gehen Sie immer gleichmäßig vor, bis die Keile fest sitzen und beim Rahmen an den Ecken das Spaltmaß leicht erweitert hat.
Wenn Sie Probleme mit dem Spannen des Rahmens haben, dann können Sie hier: Keilrahmen richtig spannen weitere Informationen zum richtigen Nachspannen bekommen.

 Weitere Tipps


Leinwandbilder selber gestaltenDamit ist der Keilrahmen komplett und einsatzbereit. Sind Sie es auch? Suchen Sie sich das passende Thema aus, dann können Sie Ihre Rahmen zum Einsatz bringen und eigene Bilder malen.

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Hilfsmittel Übersicht für die Malerei

Tipp: Spannen Sie die Leinwand auf dem Keilrahmen mit den Keilen vor dem Bemalen nicht auf endgültige Straffheit. Erst wenn der Malprozess abgeschlossen und die Farben getrocknet sind, sollten Sie dem Rahmen die endgültige Spannung verleihen.
Tipp: Verzichten Sie darauf, die Leinwand an den Eckverbindungen auf die Leisten zu tackern, damit entgehen Sie Problemen bei der Nachspannung des Rahmens.
Tipp: Bei sehr großen Keilrahmen, oder bei Bildern, die aus maltechnischen Gründen sehr straff gespannt werden, sollten Sie einen doppelten Keilrahmen machen. Eine solche Konstruktion erhöht die Sicherheit gegen ein Verziehen der Leinwand um ein mehrfaches.
Tipp:
Bei großen Bilden sollten solche Konstruktionen verwandt werden, in der das Kreuz nicht mittig in den Leisten, sondern nach Hinten versetzt mit dem Rahmen verbunden ist. Dadurch vermindert sich das Risiko, dass die Leinwand auf den Leisten aufliegt und sich abzeichnet.

auf Keilrahmen Malen -> externe Fachinformationen für Kunst und Künstler

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