|
Die Erotik bezeichnet vom Ursprung eine sinnlich-geistige Zuneigung, die einem anderen Menschen entgegengebracht wird. Die
Erotik bezeichnet die psychologisch-geistige Anziehung zu einer anderen Person.
Erotische Malerei ist darauf angelegt, die Sinne zu treffen, und nicht unbedingt wirklichkeitsgetreue
Körper-Details im Sinne der Aktmalerei, Zeichnung oder Skulptur wiederzugeben.
Es existieren bedeutende Sammlungen aus den letzten Jahrhunderten bei privaten Sammlern, wie auch in Galerien und
Museen. In den Bildern dieser Sammlungen sind alle Mal-Techniken und alle Materialien zu finden, die geeignet sind, von der Linie oder Fläche ausgehend
einen bildnerischen Inhalt auf Leinwand, Malkarton oder Papier zu übertragen. Ältere
Bilder sind häufig als Ölmalerei oder als Zeichnungen
mit unterschiedlichen Kreiden oder Kohlestiften ausgeführt, jüngere
Bilder zumeist in Acrylfarben gemalt. Die Abbildungen aus den letzten
Jahrhunderten sind zumeist sehr direkt und deftig in der Darstellung, häufig aber auch mit einem gewissen Witz ausgezeichnet. Direkte Notizen oder
Abhandlungen über den Grund dieses "Witzes" in den doch manchmal eher
deftig anmutenden Bildern sind allerdings nicht zu finden.
Dieser "Witz", - das manchmal sehr gequält eingebrachte humorvolle Moment
in diesen Bildern - könnte deswegen angelegt sein um den
deftigen und populären
Charakter zu neutralisieren, um einer möglichen Entrüstung der Öffentlichkeit, der Justiz, der Rezipienten zu begegnen, und einen
Zugang in die heiligen Hallen der Museen zu erleichtern. Also möglicherweise eine Kalkulation, die nicht bei den Bild-Inhalten, sondern bei der
Akzeptanz der Werke ansetzt. Interessant ist die Beobachtung, dass diese Entwicklung parallel in unterschiedlichen Kulturkreisen wie in der westlichen Welt
und Bildern aus Asien auftrat. Einen kulturellen Austausch dieser Welten gab es zu dieser Zeit nicht in dem Maße, wie in der modernen
Zeit. Die Techniken der Malerei hatten darüber hinaus auch völlig konträre Ansätze: Auf der westlichen Seite mit dem seit dem späten
Mittelalter gepflegtem Malstil der plastischen Formen mit Betonung der Körperlichkeit durch Schattierungen und individuellen Ausprägungen, auf der
östlichen Seite die flächige Malweise mit detaillierter Benennung in überhöhter Form.
|
Erotische Bilder
vermitteln eine emotional-sinnliche Erfahrung, und sind in allen Stilrichtungen der Kunst vorstellbar.
Entscheidend ist dabei nicht
die Abbildung von Körperlichkeit, sondern das Treffen eines erotischen Reizes.
Es ist also auch vorstellbar, diesen Reiz z.B. in gemalten Bildern, in Skulpturen, Grafiken oder Fotografien mit einer minimalen
Geste, einem Bruchstück, oder sogar durch Aussparen der Körperlichkeit in einem "Sinnlichkeit vermittelndem" Umfeld darzustellen.
Emotional besetzte Begriffe sind naturgegeben individuell definiert, und können also nicht als
künstlerische Technik verstanden werden.
Dieser beschriebene Reiz wird neben den klassischen Ausdrucksmitteln wie in gemalten oder gezeichneten Bildern, Skulpturen oder Plastiken
besonders auch im Happening und im Tanz, in der komponierten oder improvisierten
Musik, in künstlerischen Projektionen, in der
Performance, Bodypainting, Rauminstallationen, sowie in
der Minimal Art provoziert.
Bilder auf Leinwand in kleinen und großen Formaten in Ölfarben,
Acrylfarben, Zeichnungen, Computergrafiken, finden Sie
Hier
|
Günter Ludwig "Tor zur Lust"
Pastellkreide und
Kohle 60 x 80 cm
erotische Zeichnungen und Lyrik
Verbindung zwischen
bildender Kunst und Literatur. Zeichnungen von Günter Ludwig
- Lyrik von Sarah Ines |