Begriffserklärungen Kunst: Malerei,
Plastiken, Skulpturen, Drucktechniken, Zeichnungen
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²-tra }
Mäzen
mail-art
Malerei
Malgrund
Malstab
Mandala
Masken
Mezzotinto
Mischtechnik
Monogramm
Monotypie
Multiple
Mäzen - ein Mäzen in der
Kunst ist ein Förderer eines Künstlers, einer Galerie, eines Kunstvereins, einer Künstlergruppe oder einer
anderen künstlerischen Gruppe oder Einrichtung. Ein Mäzen unterscheidet sich von einem Sammler oder Investor, indem er seine Unterstützung
leistet, ohne eine direkte Gegenleistung in jeglicher Form zu fordern oder zu erwarten. Mäzene können private oder juristische
Personen sein.
Mail-Art - Mail-Art - Gestaltung von Postkarten zum Versenden individueller "Handlicher"
Kunst. Vincent van Gogh muss als der Erste gelten, der diese Art
von Kunst etablierte. Später wurde diese Idee von den die Dadaisten aufgegriffen und zu einem bedeutendem Teil ihres Werkes gemacht.
Der amerikanische Künstler Ray Johnson erweiterte diese bisher individuelle Kunst-Aktion zu einem eigenständigen Medium, indem er an den jeweiligen
Empfänger die Bitte richtete, die empfangene Postkarte mit einer weiteren -
Selbstgestalteten - zu ergänzen, und an andere Künstler zu versenden. Die
künstlerische Intention war hierbei, eine direkte künstlerische Auseinandersetzung zu fördern, um zu einer im Prinzip permanent weiterentwickelten
Kunst zu gelangen. Den Aspekt des nie vollendeten Kunstwerkes haben Künstler aus der Fluxus-Bewegung (u.a. Joseph Beuys, Wolf Vostell) aufgegriffen.
Malerei -
Eine bedeutsame Entwicklung nahm die Malerei mit der Technik der
Ölmalerei, durch die Betonung individueller Charaktere,
und die Anwendung zur Zentralperspektive. Die Malerei der Hochrenaissance brachte in Italien bedeutende realistische Werke der Maler
Leonardo da Vinci (1452-1519), Michelangelo (1475-1564), Raffael (1483-1520) und Tizian (1477-1576) hervor, die in der perspektivischen Auffassung,
Ausdruckskraft und malerischer Brillanz die Malerei bis heute nachhaltig beeinflusst haben.
Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Gestaltung von Stillleben von Jan Vermeer (1632-1675) vorangetrieben und populär gemacht. Rembrandt (1606-1669)
führte seine bis heute als unübertroffen geltende, einzigartige Bildgestaltung ein.
Die Malerei in der Neuzeit sah sich mit der Erfindung der
Fotografie mit neuen Möglichkeiten, Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert.
Bis dahin wichtige Bereiche wie die Dokumentationsmalerei und Porträts wurden jetzt verstärkt mit dieser neuen Technik ausgeführt.
Wurde bisher ausschließlich in Ateliers gearbeitet, beginnt mit der Entwicklung zum
Impressionismus die Freilichtmalerei
der Kunst-Maler. Paul Cézanne ist
als Wegbereiter der freien, Sichtweise in der Malerei zu nennen. Cézannes Werke markieren den Übergang von der Abbildung zur Bildung in der
Malerei - und damit der
Kunst insgesamt, er löst sich zunehmend von der Wiedergabe der Realität und wendet sich der Malerei als solcher zu.
Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde dominiert vom Kubismus,
Dadaismus
und später dem Surrealismus. Diese Richtungen der bildenden Kunst haben
völlig neue Sichtweisen und Philosophien in der Malerei ermöglicht. Eine übergeordnete Strömung innerhalb der modernen Stilrichtungen ist die
abstrakte
Malerei, die sich parallel entwickelte. Dabei ist das nach 1950 aufgekommene
Informel
mit vielen Ausprägungen die dominante Leit-Richtung
siehe
abstrakte Malerei
moderne Malerei
erotische Bilder
Malgrund - Der Malgrund liegt direkt auf dem Bildträger. Dieses kann
Leinwand, Holz,
Papier oder auch jedes andere Material sein. Die
Grundierung ist der Teil des
Bildes, auf dem die erste Farbschicht aufgetragen wird. Wird keine Grundierung vorgenommen, wie
z.B. bei der Malerei auf reinem Papier,
dann ist dieses der Malgrund. Bei der Leinwandmalerei ist der Malgrund häufig ein saugender Kreide-Grund der oft mehreren Schichten aufgetragen wird.
Bei der
Malerei
auf Holz wird die Grundierung durch Leinöl-Halböl vorgenommen. Das Leinöl schließt die Poren des Holzes und verringert die Saugwirkung.
Malstab - oder auch Malstock, ist ein Stab, der an einem Ende mit einem weichen, mit Leder oder Leinen erzeugten Verdickung versehen ist.
Der Malstock dient als Handauflage beim
Malen
besonders auf großen Formaten, und sorgt für eine Unterstützung der Hand, die dadurch stabilisiert wird.
Man kann einen Malstock mit einfachsten Mitteln selber herstellen: Die einfachste Variante ist eine Holzleiste
(Rundstab) oder auch ein gerader, kurzer Ast mit einem Weinkorken oder Vergleichbarem als Kopf.
Mandala
-
Das Mandala (aus dem Sanskrit) symbolisiert die Ganzheit, und ist ein kosmisches östliches Diagramm. Mandalas werden als Meditationshilfe genutzt,
von besonderer Kraft sind die tibetischen Sandmandalas. Diese werden nach der Anwendung zerstört, um die geleistete Kraft nicht durch andere
Einflüsse schwächen zu lassen. In der westlichen
bildenden Kunst haben Mandalas keine Bedeutung, aber sind als kunsthandwerkliche Erzeugnisse
beliebt, werden in esoterischen Ritualen eingesetzt. Mandalas werden auch in Wartezimmern oder Behandlungsräumen von Arzt-Praxen oder Krankenhäusern
zur Beruhigung von Patienten genutzt
Masken -
Masken dienen in der
Kunst zum Abdecken von Flächen, an denen in diesem Bearbeitungs-Zeitpunkt kein
Farbauftrag erfolgen soll. Masken können in allen
Maltechniken verwandt werden. Masken können einfache
Papier-Schablonen sein, es können aber auch fixe Masken aus Latex oder Wachs, oder selbstklebenden Folien
genutzt werden. Bei der Latex Maske wird ein flüssiges "Masking Fluid" mit dem Pinsel auf Papier oder
Leinwand aufgetragen. Die lösliche Latex-Maske
kann zu einem beliebigen Zeitpunkt mit dem Finger oder einem Radiergummi wieder leicht entfernt werden.
Mezzotinto - Die Mezzotintotechnik ist ein
Tiefdruckverfahren. Bei diesem Druckverfahren wird als erster Arbeitsgang die Kupfer-Druckplatte mit dem Wiegemesser
in schaukelnder Bewegung aufgeraut, was beim späteren Druck den samtigen Grundton erzeugt. Ein Mezzotinto-Wiegeeisen ist an der Unterseite wie eine feine
Säge mit Zähnen versehen. Die Stellen, die später hell erscheinen sollen, werden mit dem Polierstahl sorgsam geglättet.
Diese Schabtechnik
lässt Drucke entstehen, deren Oberfläche von
einem tiefen und samtartig Eindruck, aber auch sehr empfindlich sind. Das sehr mühsame Verfahren (besonders mit dem Polierstab) wird von wenigen Künstlern angewandt.
Mischtechnik - Es handelt sich bei der Mischtechnik um die Anwendung verschiedener
Farbsorten in der
Malerei.
Kunst-Maler setzen diese Technik häufig
bewusst ein, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Zumeist entsteht aber unbeabsichtigt ein
Bild in der Mischtechnik, einfach weil die bisherigen
Ergebnisse nicht befriedigend erschienen, und mit anderen Mitteln eine künstlerische Lösung gesucht wird.
Monogramm - Das Monogramm in der
Kunst ist eine aus den Anfangsbuchstaben des Künstlers zusammengesetzte Signatur.
Monotypie - (Ein-Druck-Technik) die Schnittstelle zwischen
Druckgrafik und Zeichnung oder
Malerei. Der Künstler legt das Bild seitenverkehrt auf einer
glatten, nicht saugenden Unterfläche wie Glas, Plexiglas oder Stein an, diese wird dann im noch feuchten Zustand auf ein weiches saugendes Papier gepresst.
Die Monotypie Technik lässt jeweils nur einen Abdruck zu, diese sind somit den
Unikaten zuzurechnen.
Multiple - Das Multiple ist ein vervielfältigtes, dreidimensionales Objekt, und zählt neben der Druck-Auflage zu den bekanntesten Auflagen-Formen der Gegenwartskunst.
Dabei steht weniger der Vorgang der Vervielfältigung im Vordergrund. Obwohl das Multiple ein vervielfältigtes Objekt ist, zählt es zu den
Unikaten.
Marcel Duchamp muss die Ehre angerechnet werden, diese Technik in die
Kunst eingebracht zu haben. Die von Daniel Spoerri herausgegebenen MAT`s
( Multiplication d´Art Transformable) in den Jahren 1959 - ´65 brachten der Idee der multiplizierten Kunst eine breite Öffentlichkeitswirkung.
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