Begriffserklärungen Kunst: Malerei,
Plastiken, Skulpturen, Drucktechniken, Zeichnungen
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²-tra }
Landart
Lavierung
Leinwand
Lichtdruck
Linolschnitt
Lithographie
Landart
-
Land Art (engl. für Landschaftskunst) Im deutschen Sprachgebrauch ist die Bezeichnung Landart geläufig.
Die Objekte in dieser Kunstrichtung, die erstmals in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts
dokumentiert wurde, werden nicht als
eigenständige
Skulpturen oder
Plastiken in die Landschaft gestellt,
sondern beziehen die Landschaft in die künstlerische Arbeit ein.
Die Natur (Wüsten, Wälder, Felder, Gärten oder Wasserflächen) wird in diesen Kunstwerken als Medium der Gestaltung genutzt.
Wird also Teil einer "Neuen Landschaft", in der die natürliche Umgebung nicht als Raum oder Hintergrund des Werkes genutzt wird,
sondern in der Landart selbst zwingend zu einem Teil der
Kunst gerechnet werden muss.
Lavierung -
Bei der Lavierung handelt es sich um das Hinzufügen einer leichten Farbtönung auf
Zeichnungen oder
Druckgraphiken,
um eine malerische, räumliche Wirkung zu erzielen. Lavierungen werden häufig nicht mit für die
Malerei entwickelte
Farben, sondern mit
natürlichen Farbstoffen aus dem Haushalt - Tee, Kaffee, verdünnter Rote-Beete Saft, verdünnter Holundersaft -
usw. ausgeführt.
Leinwand -
Künstler-Leinwände für das Malen mit
Ölfarben oder
Acrylfarben gibt es in diversen Stärken und Ausführungen vom
feinsten Leinen bis zu grober Jute. Die Struktur und Grundierung der Leinwand unterstützt dabei den Malvorgang und wird zum Teil der Bildgestaltung.
Um eine dynamische, aus dem Körper heraus vollzogene Malweise mit variierendem Druck auf den Pinsel zu gestatten, wurde im ausgehenden Mittelalter
das Aufziehen der Leinwand auf Keilrahmen für die
Malerei etabliert. Die auf einen
Keilrahmen gezogene Leinwand gibt dem Druck des Pinsels nach.
Dadurch sind feinste Abstufungen einer
Farbe - allein durch die Stärke des Pinseldrucks in dieser Variante der Malerei zu erzeugen.
Lichtdruck -
Der Lichtdruck ist ein fotomechanisches
Flachdruckverfahren zur Wiedergabe von Halbtönen ohne Raster,
sowie ein fotolithografisches Verfahren in der Fotografie. Der Lichtdruck wird häufig für hochqualitative Reproduktionen von
Zeichnungen
und
Gemälden angewendet. Die Druckform ist eine matt geätzte
Spiegelglas Scheibe. Diese Druck-Platte wird mit einer hoch lichtempfindlichen
Emulsion beschichtet. Die Besonderheit liegt bei dem Lichtdruck in der Regulierung der Härte: wenig Licht erzeugt eine geringe Härtung der Schicht,
je mehr Licht zugegeben wird, desto Härter wird die Druckschicht.
Linolschnitt -
Die Linolplatte wird beim Linoldruck (ähnlich wie die Holzplatte beim
Holzschnitt) bearbeitet. Da die Linolplatte jedoch
weicher und elastischer ist, wird sie mit einfachen Werkzeugen wie Cutter, scharfen Messern,
Skalpellen bearbeitet. Bei der Wiedergabe von einem Linoldruck werden weich schwingende
Konturen erzeugt.
Der Farb-Linoldruck bietet alle Möglichkeiten: die Teile der
Zeichnung können auf einer Platte unterschiedlich eingefärbt werden,
es können Platten für jede gewünschte
Farbe angefertigt werden, zum übereinander drucken der Druck-Stöcke.
Pablo Picasso hat eine spezielle Technik des Linoldrucks entwickelt: zuerst wird die unbeschnittene Platte mit dem hellsten Farbton bestrichen und gedruckt,
dann wird die Zeichnung aufgebracht, ein Teil der Zeichnung mit den Werkzeugen ausgearbeitet und mit der nächst dunkleren Farbe darüber bedruckt.
Dieses wird dann von Farbe zu Farbe fortgesetzt, bis durch immer weiteres Ausarbeiten des Bildmotivs und Übereinanderdrucken der jeweiligen Schichten
das gewünschte
Bild als kompletter Linoldruck vorliegt. Künstler wie Anselm Kiefer und Georg Baselitz haben mit den Linolschnitt-Techniken
experimentiert, und eigene Möglichkeiten gefunden.
Lithographie
-
Bei der Lithographie - (griech. Lithos = Stein), einem 1798 von Aloys Senefelder erfundenem
Flachdruckverfahren, handelt es sich um ein
Druckverfahren, bei dem als Druckform eine Kalkschieferplatte genutzt wird. Die
Zeichnung wird Seitenverkehrt direkt mit Fettkreide, Tusche, Stiften usw. auf
den Stein aufgetragen. Die nicht bearbeitete, zeichnungsfreie Fläche des Steins wird mit Säure fettabstoßend und in einen Wasser aufnehmenden Zustand
gebracht, so dass die fette Druckfarbe nur an der Zeichnung haften kann.
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