Begriffserklärungen Kunst: Malerei,
Plastiken, Skulpturen, Drucktechniken, Zeichnungen
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²-tra }
Farbanwendung
Farben
Farbenlehre
Finissage
Firnis
Flachdrucke
Fotografie
Fotorealismus
Freskomalerei
Frottage
Frühsprungbildung
Farbanwendung
-
Der Begriff Farbanwendung bezeichnet die Anwendung von Farben in der
Malerei. Warme Farben (z.B. Rot oder Gelb) sind in einem Bild prägnanter als kalte Farben
(z.B. Blau) und treten in den Vordergrund. Komplementärfarben (siehe auch
Farbenlehre) werden allgemein als angenehm empfunden.
In Verbindung miteinander fördern sich diese Farbpaare gegenseitig, werden in der Konstellation als harmonisch empfunden, und sehr gerne in der Farbtherapie
als Kombinationen eingesetzt. Auch im häuslichen Bereich werden Farbkombinationen mit dem Temperaturkontrast für die Wohnraumgestaltung genutzt, um einem
Raum eine entsprechende Stimmung zu verleihen. Für die
bildende Kunst hat die Kalkulation mit den Wirkungen der
Farben eher eine untergeordnete Bedeutung.
Diese Variante der "immerschönen Kombinationen" wird häufig als mutlose Malerei bezeichnet. In der Hobbymalerei werden diese Effekte genutzt,
wenn kein Grundvertrauen des Malers / der Malerin in eigene Ausdruckskraft besteht.
Farbe -
Der Begriff Farbe - bezeichnet die Brechung des Lichts in einem bestimmten Bereich.
Jedes ausgestrahlte Licht bedeutet eine breitbandige Wellenstrahlung. Die Wellenlängen werden in Nanometern (einem Milliardstel Meter)
gemessen. Das menschliche Auge kann diejenigen Wellenbrechungen wahrnehmen, die im Bereich zwischen 380 und 760 Nanometer liegen. Der übrige Bereich
kann vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden. Unterhalb der Brechung von 380 Nanometern liegt der infrarote, oberhalb von 760 Nanometern
der ultraviolette Bereich.
Farbenlehre - zwischen den 3 Urfarben Rot, Blau und Grün stehen
jeweils die Mischtöne dieser Farben.
Dadurch ergibt sich jeweils eine Anordnung, in der sich 2 Farben gegenüberstehen, die
in der additiven Farbmischung Weiß, bzw. bei der subtraktiven Farbmischung
Schwarz ergeben.

Solche Farbpaare werden Komplementärfarben genannt. Die 6 Grundfarben sind in den Ecken des Sechsecks angeordnet, auf den Schenkeln dazwischen befinden sich Mischfarbtöne aus jeweils 2 benachbarten Grundfarben.

Dieses Sechseck kann in 2 Hälften eingeteilt werden: die eine Hälfte enthält
die kalten Farbtöne, die andere Hälfte die warme Farbtöne. Die warmen
Farben gehen von Grün über Gelb, Rot bis Magenta. Die kalten Farbtöne gehen von Magenta, über Blau, Cyan bis Grün.
Die Farben Grün und Magenta liegen in den Schnittstellen zwischen warmen und kalten
Farben, und gelten als neutrale Farbtöne.
Die Farbenlehre ist eine sehr komplexe Lehre, die hier im
Rahmen des Glossars nur angerissen werden kann. Sehr ausführliche
Informationen zur Farbenlehre mit ausgearbeiteten Texten finden Sie
auf diesen Seiten:
Kueppersfarbe
Finissage - Der Ausdruck Finissage kommt aus dem Französischen (fini = beendet) und bezeichnet eine Einladung zum letzten Tag einer Kunstausstellung.
Im Gegensatz zur Eröffnung (Vernissage),
die vom Galeristen organisiert wird, werden zur Finissage die Gäste
häufig vom Künstler / der Künstlerin / den Ausstellenden als
Abschluss einer erfolgreichen Ausstellung geladen.
Siehe:
Malerei - erotische Bilder dieser Webseite
Firnis -
Der Firnis ist ein schnell trocknendes, farbloses Öl, das zumeist nach Abschluss des gemalten
Bildes als Schutzschicht aufgetragen wird.
Firnis wird gelegentlich auch partiell in der Ölmalerei als Zwischenschicht aufgebracht, um in den Ölfarben Risse zu erzeugen.
Siehe:
Risse in Farben erzeugen
Flachdrucke - Flachdruck bezeichnet ein spezielles Druckverfahren, bei dem die zu druckenden Bildelemente auf der gleicher Ebene mit
den vom Druck ausgesparten liegen. Das Flachdruck-Prinzip nutzt die Eigenschaften von Fett und Wasser: Die zu druckenden Bild-Teile nehmen
Farben (Fett) an und stoßen Wasser ab,
die Bild-Teile, die nicht bedruckt werden, reagieren entgegengesetzt. Zu den Flachdruckverfahren zählen die
Lithographie, der
Offsetdruck, der
Umdruck, die
Algraphie und
Zinkografie.
Fotografie -
Der Begriff Fotografie (ursprünglich Photographie) stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich: (griech. phos = Licht, graphein = schreiben)
Fotografie bezeichnet die Gesamtheit aller Verfahren zur Erzeugung dauerhafter Abbildungen von Objekten durch die Einwirkung von Strahlen auf
lichtempfindliche Schichten, deren Eigenschaften unter dieser Einwirkung der Strahlen verändert (analoges Verfahren) bzw. in elektronische Daten gewandelt
und dann gespeichert (digitales Verfahren) werden. Prinzipiell wird bei der Fotografie mit Hilfe des Objektivs, das von einem Objekt reflektierte Licht auf
ein lichtempfindliches Medium, beispielsweise die Schicht eines Films, projiziert und als Abbild darauf fixiert.
Der Einfluss der Photographie auf die klassischen
Drucktechniken ist groß. Daneben ermöglichte die Fotographie neue drucktechnische Verfahren wie zum
Beispiel den Glas-Klischeedruck, und den
Offsetdruck.
Fotorealismus - Der Fotorealismus ist eine extreme Stilrichtung innerhalb des Realismus in der
Malerei, in der häufig Bildinhalte per Dia-Projektion auf
den Bildträger projiziert, und in fotorealistisch gemalte Bilder übertragen werden.
Freskomalerei
- Der Begriff Freskomalerei, vom italienischen al fresco "auf dem Frischen", bezeichnet eine Form der
Malerei mit wasserlöslichen
Farben, - meist Mineralfarben -
direkt auf der Wand auf dem noch feuchtem Kalkputz. Fresken sind von besonders dauerhafter Farbwirkung, da der Kalk durch Aufnahme von Sauerstoff
zu einem festen Überzug erhärtet.
Frottage -
Die Frottage bezeichnet eine Technik in der Kunst, bei der durch sanfte Reibung mit einem Grafitblock,
Acrylfarbe oder
Bleistift Strukturen auf ein darüber
platziertes, möglichst weiches
Papier übertragen werden. Die erhabenen Stellen des Objektes zeichnen sich dadurch auf dem Papier ab.
Die Frottage wird zumeist genutzt, um bestimmte Schriften und Muster z.B. in alten Grabsteinen oder Wappen zu dokumentieren.
Max Ernst hat diese Technik in die
Kunst eingebracht, und den Begriff "Frottage" geprägt. Auch Kurt Schwitters hat mit dieser
Technik experimentiert.
Die Frottage mit Acrylfarben wird mit stark verdünnter
Farbe und einem Stoffballen nach gleichem Prinzip vorgenommen. Heute hat die Frottage in der
zeitgenössischen Kunst eine untergeordnete Rolle, wird aber gerne
als kreatives Spiel von Kindern betrieben.
Frühsprungbildung - der Begriff "Frühsprungbildung" in der
Kunstmalerei bezeichnet das frühe Auftreten von Rissen in der
Farbe, die durch
unsachgemäßen Umgang mit der Farbe, oder gezielt erzeugt wurden, um eine Riss-Struktur zu erzeugen. Diese frühe Rissbildung kann schon einige Stunden nach
dem Malen auftreten. Bildfälscher legen in der Regel solche Risse und Sprünge im Bild absichtlich an, um eine
"Spätsprungbildung" und damit ein höheres Alter des Bildes
vorzutäuschen. Eine Rissbildung dieser Art kann man durch Malen von magerer Farbe auf fetter Farbe erzeugen. Dabei gilt das genauso für die
Ölmalerei
wie auch in der
Acrylmalerei.
Siehe:
Risse in Acrylfarbe erzeugen
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