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Die Leive-Bibel
Apostelgeschichte - Bild 4




Pfingsten 3 © Ulrich Leive


Pfingsten (3)


Und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen. - (Apg 2,3)


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Ein Kommentar von Willy Rordorf

Eva - Maria

Die vollendete Eva © Ulrich Leive   Diese beiden Bilder möchte ich zusammennehmen. Und zwar deshalb, weil in der Auslegung der Bibel immer wieder die zwei Frauengestalten Eva und Maria zusammengesehen wurden. Oft als Gegensatzpaar: die sündige Eva die heilige Maria. Wenn man diese beiden Bilder von Leive zusammenstellt, bekommt aber die Gegenüberstellung einen etwas andern Sinn.

Das Gemälde zur Erschaffung der Eva betitelt Leive als „Die vollendete Eva“. In der Tat: diese Frau ist vollendet, schön, prächtig, voller Anziehungskraft. Ein Mann, der sie erblickt, kann nicht anders als sie zu begehren, als sie zu umarmen und sich in ihren Schoß zu versenken. Man beneidet Adam, der seine Augen aufmachen und sie vor seinem Gesicht sehen wird.

Gott hat es gut gemeint mit seinem Adam, er stellt das Geschöpf neben ihn, das zu ihm passt, das ihn glücklich machen wird. Gut auch für den heutigen Betrachter, dass Eva nicht aus einer Rippe Adams kommt, sondern aus dem Himmel, aus Gottes Händen (wenn es auch nicht klar ist, ob die linke Hand Adams nicht doch eine Rippe andeutet?).

Und nun auf der andern Seite das Pfingstbild von Leive. Jetzt steht wieder eine nackte Frau vor uns, diesmal Maria. Sie war ja nach dem Bericht der Apostelgeschichte mit den Jüngern Jesu und seinen Geschwistern am Pfingsttag anwesend. Aber nun geht es um etwas ganz Anderes als um sexuelle Anziehung. Der Blick des Betrachters ist nicht auf die nackte Frau gerichtet, sondern auf ihren Kopf. Der steht im Mittelpunkt. Er ist verklärt vom Licht des Heiligen Geistes, der in Form einer Flamme und eines Lichtscheins über ihm steht. Maria ist in innerer Anbetung versunken. Desgleichen die Männer um sie herum. Ihre Nacktheit ist nebensächlich. Denn auch die Männer sind trunken von einer neuen Erfahrung, die ihr Herz erfüllt und aus ihren Mündern quillt.

In der christlichen Gemeinde sind wir alle gleich: Mann und Mann, Frau und Frau, Mann und Frau. Wir gehören zusammen nicht als Geschlechtswesen, sondern in einem höheren Sinn: Wir sind eine Gemeinschaft von Geistbeseelten, entflammt von der Liebe Gottes, die alles Sexuelle weit hinter sich lässt. Wir sehen mit inneren Augen das ganz grosse Licht und sind voll Hoffnung auf die Erfüllung aller Dinge.


© Willy Rordorf
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Pfingsten 2 © Ulrich Leive
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Diese Seite wurde zuerst erstellt am 24. 09. 2007 / Zuletzt bearbeitet am 24. 03. 2015

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