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Aktmalerei - Bilder des unbekleideten Körpers als Ganzkörperakt und Körperteilstudien.
Gemalte nackte Körper von
Frauen und
Männern zu Studienzwecken. In der Aktmalerei geht es - im Gegensatz zur erotischen Malerei - nicht um die Erzeugung
erotischer Phantasien, sondern um die Abbildung des nackten Körpers zum Zwecke des formalen Studiums, und in manchen Fällen auch um das erschaffen
eigenständiger Bilder mit Ganzkörper- oder Körperteilstudien. Diese Bilder stellen nicht das formale Element in den Fordergrund sondern bilden durch die
Körper oder Körperteile eigene Inhalte innerhalb der Malerei als Versuch der Bildfindung. Als Beispiel sind hier die betenden Hände von Albrecht Dürer
zu sehen.
Die Entwicklung des Akt (Malerei, Zeichnung, Skulptur, später
Aktfotografie) hat sich von der reinen Studie des Körpers zu wissenschaftlich-künstlerischen
Zwecken zur Lust an der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem unbekleideten Körper, dem Spiel mit Licht und Schatten auf Muskeln, der
Erotik,
dem direkten, lustvollen, farbenfreudigen und auch frechen Umgang mit erotischen Stimmungen entwickelt. Gute Kunstmaler, die sich der
Aktmalerei
verschrieben haben, sind in der Lage ein Feuerwerk an Farben und Lichtern, Schatten, Schärfe und Unschärfe, in den Bildern zu erschaffen. Der
künstlerische Umgang mit den Möglichkeiten der Malerei kann in solchen Fällen erotische Bilder mit der Suche nach dem Männlichen oder Weiblichen an sich
erschaffen. Die künstlerische Qualität eines Kunstmalers ist es, die der Aktmalerei Intensität verleiht, ihr Spannung einhaucht, und somit einen
einzigartigen und nicht wieder herstellbaren Zustand "lebendig" werden lässt. Es existieren unter den Vorlagen die im Internet zu finden sind
hervorragende Exemplare, nach denen
Aktbilder nach Vorlage
gemalt werden können. Solche Anleitungen und Muster sind in der
Ölmalerei und auch für
Acrylbilder einzusetzen.
Als moderne Aktmalerei werden auch Bildwerke bezeichnet, die keine künstlerische Relevanz aufzeigen, sondern eher gemalte
individuelle Wunschvorstellungen oder marktorientierte "Zulieferungsbilder" darstellen. Solche Bilder entziehen sich dem Kunstbegriff dadurch, das sie
nicht aus künstlerischen Zwecken, sondern aus kommerziellen Gründen angefertigt wurden. In diesen "Aktbildern" wird also statt Kunst zu betreiben, die Kunst als
Vehikel benutzt. In diesen Bildern werden körperliche Vorzüge in übertriebener Form dargestellt, und aus künstlerischer Unbedarftheit andere Körperdetails
"verschliffen" auf das Bild gebracht. Auch in der
Aktfotografie ist diese Tendenz gegenwärtig.
Moderne
Aktmalerei, Frau mit Zwillingen schwanger. Ölmalerei auf Leinwand.
© Claudia Bentwig
Der Reiz für Aktmalerei bei Künstlern aller Stile ist ungebrochen. Das sehen am Modell und die Wiedergabe in Zeichnungen, Detailblättern und umfassend
ausgearbeiteten Bildwerken in
Ölbildern oder
Acrylbildern ist ungebrochen. Auch
Drucke auf Leinwand nach Vorlage einer aufregenden Frau oder eines sportlichen Mannes
werden gerne in Auftrag gegeben. Diese Tendenz zum Akt ist seit vorchristlichen Zeiten im alten Ägypten und bei den Sumerern vorhanden und feierte seine Blüte in
Griechenland über mehrere Dekaden. Ohne dass in vorgenannten Zeiten etwa Leinwandbilder
oder gar Drucke auf Leinwand ausgeführt werden konnten. Die damaligen Aktbilder wurden vorherrschend auf Papyrus gemalt, in Steinplatten geritzt, und in Keramik gebrannt.
Die griechische Geschichte der Aktmalerei und Skulptur ist noch Heute aktuell und gegenwärtig.
Aktbilder von Frauen sind erst jetzt in der Neuzeit in der Überzahl. In früheren Zeiten wurde das
Bildnis des Mannes als Akt in den Vordergrund gestellt. Das so genannte "schöne Geschlecht"
wird auch aus den Gründen Heute mehr gezeichnet und gemalt, weil sich keine Männer trauen in den Sälen der Kunstakademien Akt zu stehen oder zu sitzen.
Dazu muss ein Akt Modell auch vom Körperbau einen
Anreiz zum Zeichnen oder Malen bieten: untergriffige Formen sind bei Frauen naturgemäß häufiger zu finden als bei Männern. Auch wenn die Schönheitsideale mit den Moden ändern -
für einen Kunstmaler oder Zeichner ist es einfach unergiebig, eine schlanke Frau oder einen schlanken Mann zu
malen oder zu
zeichnen. Bevorzugt werden als Akt Modell
(nicht zu verwechseln mit einem Model) Frauen mit ausgeprägt weiblichen Rundungen nach der Form der Eieruhr: fülliger Busen, schlanke Taille und kräftige Hüften. Und bei den Männern
kräftige Männer mit definierten Muskeln, einem ausgeprägtem Rücken, gradem Wuchs und aufrechtem Gang. Diese Vorstellungen haben sich in der
Aktmalerei seit Jahrhunderten gehalten.
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