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Zeichnen mit Kohle, Pastell oder anderen Stiften lernen. Handzeichnungen nach detaillierten Anleitungen selber
erstellen. Die Zeichnung ist die am häufigsten angewandte Technik der Bildgestaltung.
Zeichnen lernen aus der freien Hand. Die Handzeichnung unterscheidet sich bedeutend von der
Konstruktionszeichnung. Mit unterschiedlichem Druck des Stiftes,
durch Wischungen und Farbverläufen können sehr eindrucksvolle und individuelle Kunstwerke erschaffen werden.
Die Geschichte der Zeichnung reicht bis in die
am frühesten dokumentierten Bildwerke der Menschheitsgeschichte zurück. Eine Zeichnung war sicherlich das erste gewollte Kunstwerk des Menschen. Zeichnungen
können auf allen nur denkbaren Materialien angefertigt werden. Am geläufigsten ist das Zeichnen mit Bleistiften auf Papier um kleine Ideenskizzen zu
erschaffen. Aber auch mit Fettstiften, Kreide,
Kohle oder
Pastellstiften wird häufig eine Zeichnung angelegt. Auch in der Malerei hat die Handzeichnung eine
große Bedeutung: so werden häufig Vorzeichnungen auf Leinwand gebracht, um später ausgemalt zu werden. Diese Vorlagen werden schon durch technische
Untersuchungen in den Bildern des Leonardo da Vinci gefunden. Für Anfänger ist das Zeichnen lernen mit einer gewissen Disziplin verbunden.
Dass das Wort LERNEN fett geschrieben ist deutet schon darauf hin: dieser Prozess ist niemals abgeschlossen. Auch professionelle Künstler werden ständig
an Ihrer Technik arbeiten, um gewonnene Fähigkeiten zu erhalten, und neue zu finden. Mit Anleitungen ist es
aber auch für Anfänger möglich, gewünschte Bildinhalte
mit Stiften auf einen Bildträger zu übertragen. Vorlagen für Zeichnungen aus allen Bereichen des organischen Lebens (Landschaften,
Pflanzen, Hunde, Pferde, Vögel usw.) sind vielfältig erhältlich. Selbstverständlich auch Vorlagen um
Porträts, Körperdetails und
Aktbilder Zeichnen zu lernen. Eigene Zeichnungen entwickeln:
Weibliche und
männliche Akte,
Gesichter, Ohren, Mund, Nase, Hände, Füße und andere Körperdetails.
Für die erotische Kunst werden
seltener Kohle oder Bleistifte in Zeichnungen verwendet. In solchen Kunstwerken wird hauptsächlich mit Pastellstiften gearbeitet, da diese Stifte sehr feine
Farbverwischungen zulassen, und eine feine, poröse Oberfläche erzeugen.
Was ist die Besonderheit an Pastellzeichnungen? In der Abgrenzung zur Konstruktionszeichnung oder der
abbildenden Dokumentation wird eine Pastellzeichnung gerne wegen der Eigenarten des Materials angelegt. Malerei oder Zeichnungen mit Pastell zeigen eine poröse Oberfläche
mit fein- bis grobstaubigen kreidigen Pigmentablagerungen. Diese Beschaffenheit des
Materials erzeugt eine ganz eigene Ästhetik auf der fertigen Zeichnung.
Mit Pastell werden die Materialien, die Pastellbilder, aber auch allgemein blasse, weiche Farben bezeichnet.
Dens Galaxia - Zeichnung mit Pastellkreide auf Papier.
© Dorothea Bürger
Pastellkreiden unterscheiden sich in 2 grundsätzlich unterschiedliche Kreidearten: Die Pastellkreide als Stifte oder als kreidige Substanz in Gläsern oder Dosen,
Ölpastell-Stifte. Die Farbpigmente der Ölpastelle werden mit Wachsen und Ölen gebunden und in Stiften in unterschiedlichen Stärken angeboten.
Pastellkreiden werden als Stift mit
wenig Harz, Gummi Arabicum in Stiftform gepresst. Ungebundene oder ungepresste Pastellkreide besteht nur aus der kreidigen Substanz und den Farbpigmenten.
Der Einsatz dieser unterschiedlichen Pastellformen verlangt verschiedene Arbeitsweisen, und die fertigen Pastellbilder unterscheiden sich deutlich in ihrer Haptik.
Alle 3 Methoden des Pastellierens haben ihre Vor- und Nachteile. Stifte aus gebundener Kreide ergeben einen weichen und leicht zu verwischenden Strich, erzeugen an den gezeichneten
Rändern Pastellstaub und feine -Krümel, die unbedingt mit einem Fixativ gebunden werden müssen.
Ungebundene Pastellkreide kann auf einen mit Malmittel bemalten Bildgrund gestreut
und vermalt werden, hierbei werden die Pastellkrümel direkt auf dem Bild gebunden. Die
Ölpastellstifte erzeugen eine scharfe Kontur, und sind untereinander nicht so leicht verwischbar.
Solche Pastellzeichnungen brauchen nicht fixiert zu werden.
Die Ölpastellstifte und auch die Pastellkreiden werden in die harte und weiche Sorten unterschieden. Die Härte der Bindung/Pressung entscheidet hier über den Grad der Verwischbarkeit
so wie über das lösen des Kreide beim Zeichnen selber, somit sind für die jeweilige Intention des Bildes die gewünschten Effekte mit den jeweiligen Materialien zu erreichen.
Auch mit Wasser vermalbare Pastelle sind im Handel erhältlich, diese in Stiftform gebundenen Kreiden sind wie Ölpastelle zu benutzen, haben einen wachsartigen Strich und
können mit Wasser wieder gelöst werden.
Die Blütezeit der Pastellzeichnung liegt im späten Mittelalter, und wurde insbesondere zur Porträtzeichnung genutzt. Später dann die Impressionisten kultivierten die
Pastellmalerei für
Landschaftsbilder und auch für die
abstrakte Malerei. Sowohl für die Landschaftsbilder als auch für die abstrakte
Malerei wurden und werden sowohl Pastellkreiden als auch Ölpastelle benutzt.
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