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Selber Malen mit Aquarellfarben.
Aquarellmalerei zählt zu den schwierigsten Maltechniken überhaupt. Die Malerei mit wasserlöslichen Farben auf stark saugendem Bildträger ist die am häufigsten
angewandte künstlerische Technik. Der nicht zu korrigierenden Farbauftrag stellt allerdings gegenüber anderer Malerei-Techniken eine Besonderheit dar.
Anleitung zum Malen mit wasserlöslichen Farben auf saugendem Bildträger (meist Aquarell- oder Büttenpapier) Malerei mit Tinte, Tusche oder verdünnter
Acrylfarbe nach Anleitung.
Abstrakte oder realistische Aquarellbilder sind mit den richtigen Mitteln und dem nötigen Wissen auch von Hobbymalern und Freizeitkünstlern selber leicht - und mit
dauerhafter Freude am Bild - zu malen. Zu dem Wissen, das Sie benötigen um
Aquarellbilder selber Malen
zu können zählt in erster Linie, dass ein Aquarell - gleich ob mit Tusche oder Tinte gemalt - nicht retuschiert werden kann. Das
Aquarellpapier ist nicht in der Lage mehrere Farbaufträge aufzusaugen. Anders als z.B. bei
Acrylbildern,
die auch nach dem Auftrocknen der ebenfalls wasserlöslichen Farbe kontinuierlich übermalt werden können. Die Aquarellmalerei ist zwar die Art der Malerei, mit der die meisten
Menschen die ersten Erfahrungen machen, das liegt aber sicher daran, dass in Schulen und Kindergärten mit dem Tuschkasten das Malutensil erwählt wurde, mit dem Kleidungsschäden
am leichter als z.B. bei der
Ölmalerei
wieder beseitigt werden können. Von der Schwierigkeit her jedoch ist die künstlerische Aquarellmalerei am höchsten einzustufen.
Die Ästhetik der Aquarellmalerei ergibt sich aus der Transparenz der Farben und die Einbeziehung des Aquarellpapiers in die Komposition.
Die Aquarelltechnik verlangt wie keine andere
Technik der Malerei nach einem gesamtheitlichen Blick. Während mit anderen Farbsubstanzen immer
wieder deckend die Malschichten übermalt werden können, ist das bei einem Aquarell nicht möglich, ohne dass das Bild an Würde verliert.
Aquarellmalerei auf Büttenpapier, partiell Nass in Nass Technik.
© Kunst & Künstler
Die Kunst des Aquarells besteht aus dem Grundsatz: vom Hellen ins Dunkle zu malen. Anders herum geht es nicht. Und es ist nicht möglich,
eine dunkle Farbfläche mit einer Helleren zu überdecken. Deshalb wird in dem Aquarell immer die Farbe des Bildträgers in die Komposition
einbezogen. Gewöhnlich ist dieser Bildträger ein saugendes Aquarellpapier, aber hier sind individuelle Vorlieben möglich.
Das "stehen lassen" von Lichtern in einem Aquarellbild, also das Nichtbemalen von Flächen in dem Bild ist in dieser Technik die
hohe Kunst. Ein Bild strukturieren durch weglassen von Farbe oder Nichtbemalen der Fläche ist hier ein schwieriges Stilmittel. Besonders gelungen
gelten in der westlichen Malerei Aquarelle, die durch die Transparenz der Farben den Bildgrund immer wieder zumindest leicht erkennen lassen.
In der fernöstlichen Aquarelltechnik wird dieses etwas anders bewertet. Die
Kalligraphie mit Tuschen und Tinten
bevorzugt den satten unveränderlichen
Farbauftrag mit dicken feinen Japanpinseln und auch mit einem "Verharren" des Pinsels auf der Malfläche, damit sich an diesen Stellen das Papier satt
mit der Farbe vollsaugen kann. Der Übergang von einer Farbe zur anderen ist in der Kalligrafie eher ein negatives Merkmal.
Grundsätzlich werden 3 unterschiedliche Aquarelltechniken angewandt: 1. Es kann beginnen, indem im Bild die Transparenz der Farben als stilbildendes
Mittel nutzt und jeweils eine Farbschicht mit sehr wenig Wasser auf eine bereits getrocknete Farbschicht legt. 2. in dem Aquarell mit sehr dünnflüssiger
Tusche mit leichtem Druck über eine angetrocknete Farbefläche zu malen. Hier werden die Farben ebenfalls lasierend übereinandergelegt, aber die
Farbpigmente der unteren Malschicht werden etwas angelöst. Dadurch verbinden sich sich die Pigmente der beiden Farbschichten. das Ergebnis sind dann
sanfte Übergänge in dem Aquarell. 3. Die dritte Möglichkeit besteht in der
Nass in Nass Technik: Hier werden die Farben im Moment des Auftrages in
dem Bild vermischt. In der Nass in Nass Technik können sich viele berechnete oder zufällige Effekte bilden, die einen ganz besonderen farblichen Reiz
in dem Kunstwerk erzeugen. Erfahrene Aquarelllisten können auf diese Weise
Farbnebel und Ausblühungen der Farben hervorbringen. In dieser Maltechnik
(Nass in Nass kann natürlich auch mit Acryl- oder Ölfarben angewandt werden) wird auch von
lavierender Malerei gesprochen. Das Wort Lavieren kommt
aus dem Lateinischen und bedeutet: "Lavare" (ver)waschen. Somit steht das lavierende
Aquarellbilder
malen im Gegensatz zur lasierenden Malerei, welche
durchscheinen bedeutet.
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