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Aquarellbilder selber Malen.
Die Schwierigkeiten der
Aquarellmalerei erkennen und überwinden. Die Malerei mit Aquarellfarben zählt zu den schwierigsten und gleichzeitig am häufigsten
angewandten Maltechniken überhaupt.
Diese älteste Technik der Bildgestaltung ist durch den nicht zu korrigierenden Farbauftrag oftmals mit Frustrationen verbunden. Mit einer fachlichen
Anleitung werden die Tücken der wasserlöslichen Farbe - Tinte, Aquarellfarbe oder verdünnte Acrylfarbe - erkannt und überwunden.
Ausdruckstarke und farbintensive Aquarellbilder können so selber gemalt werden, dass die Freude daran lange anhält.
Abstrakte
oder realistische Aquarellbilder
können von Hobbymalern und Freizeitkünstlern so leicht fachgerecht gemalt werden.
Zum Malen von Aquarellen gehört eine körperliche und geistige
Ausgeglichenheit und eine eiserne Disziplin gleichermaßen. Ein
korrigiertes Aquarell ist für immer verloren. Sie müssen bedenken,
dass ein
Ölbild oder ein
Acrylbild ständig übermalt werden kann - bei Aquarellbildern ist dieses nicht möglich, da das Papier, wenn es gesättigt ist, nicht mehr saugfähig ist. In der fernöstlichen
Kalligraphie wird mit Tinten und sehr feinhaarigen und stumpfen Pinseln gearbeitet. Jede "Setzung" des Pinselstrichs bleibt bestehen. Ein Kalligraph, der
versucht seine Pinselsetzung zu korrigieren verliert nach der Philosophie des Ostens sein Gesicht.
Aquarellbilder werden auf 3 Arten gemalt: lasierend, lavierend, und in der
Nass-in-Nass-Technik. Jede dieser Techniken hat ihre Eigenarten und ganz besonderen Vorzüge.
Selbstverständlich sind auch Aquarelle in einer Mischung dieser Techniken sehr populär. Im Grund kann sich jeder, der Aquarelle malen will, noch beim ersten Pinselstrich
entscheiden, welche dieser Aquarelltechniken angewandt werden sollen.
Aquarellmalerei auf Büttenpapier, partiell Nass in Nass Technik.
© Kunst & Künstler
Die lasierende Technik im Aquarell nutzt die Transparenz der Farben. Sie wird ausgeführt, indem Aquarellmalfarbe (meist Tusche) mit wenig Wasser angemischt und auf schon angetrocknete
Farbschichten vermalt wird. In der lavierenden Technik wird sehr feuchte Farbe über eine schon getrocknete Farbfläche gemalt. Hier werden die die Farbschichten also ebenfalls
übereinander vermalt, aber die Pigmente der unteren Farbschicht werden angelöst und gehen eine Verbindung ein mit der Farbsubstanz der oberen Schicht. So werden sanfte
Farbübergänge auf dem Kunstwerk entstehen. In der Nass in Nass Technik werden die flüssigen Farben beim Malen vermischt. Das erzeugt interessante Farbkonstellationen
und Effekte wie Wasserränder und Verwaschungen.
Aquarelle finden sich in ältesten Kulturen. Sumerer und Ägypter verwendeten Aquarellfarben auf Pergament.
Die Malerei mit lasierenden Wasserfarben wurde in Europa seit der Frühzeit der bildenden Kunst eingesetzt. Allerdings wurde das Aquarell ausschließlich für die Kolorierung
von Zeichnungen, Grafiken und Holzschnitten verwendet. Auch Albrecht Dürer und
Rembrandt haben wasserlösliche Farben zu Studienzwecken, zur Vorbereitung oder
Untermalung von Ölgemälden verwendet. Aber diese Technik nicht als eigenständig und wertvoll angesehen. Erst englische Maler um
William Turner, begannen Aquarellbilder
nicht nur zur Kolorierung von Zeichnungen oder als Untermalung zu nutzen, sondern schufen eigenständige Kunstwerke auf saugenden Papieren. Aus diesem Grund trug das Malen
von Aquarellbildern lange die Bezeichnung "englische Malerei", diese Bezeichnung wird Heute seltener verwendet. Zumal auch in Deutschland der Aquarellmalerei mit der
Künstlervereinigung "Der Blaue Reiter" Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts ganz neue und frische Impulse verliehen wurden. Ab dem Zeitpunkt spätestens galt das
Aquarell als die Königsdisziplin der Malerei. Nicht so sehr wegen der Leuchtkraft der Farben, sondern wegen der Schwierigkeit des Umgangs mit den Techniken. Ein Aquarell
ist schlichtweg nicht mehr zu retten, wenn in dem Bild ein Missgeschick passiert ist. In allen anderen Maltechniken -
Acryl oder
Ölmalerei etwa - stellt so etwas kein Problem dar.
Wer Aquarellbilder malen möchte, sollte Ruhe und Ausgeglichenheit in sich tragen.
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